10 politische Standpunkte

Politische Punkte, für die ich mich auch ausserhalb meines Departements besonders einsetze:

  1. Eigeninitiative, Selbstverantwortung und Respekt
    Ich stehe ein für eine demokratische, föderalistische und liberale Politik, die Eigeninitiative und Selbstverantwortung fördert und gegenüber neuen Entwicklungen offen bleibt. Die Übernahme von Mitverantwortung zum Wohle der Gesellschaft ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ein respektvoller Umgang ist zu fördern, aber auch einzufordern.
  2. Der Staat sorgt für einen sicheren Rahmen - doch der Staat sind wir alle
    Aufgabe des Staates ist, für Sicherheit zu sorgen, den Rahmen für Wohlfahrt zu schaffen und Eigeninitiative zu belohnen. Er unterstützt gezielt diejenigen die von sozialen Risiken betroffen werden. Ich setze mich für die Eigenverantwortung in der Familie und in der Wirtschaft ein, denn eines dürfen wir nicht vergessen: Der Staat sind wir alle. Jeglichen Gewalttendenzen, Rücksichtslosigkeiten und Missbräuchen erteile ich eine klare Absage.
  3. Bildung als Voraussetzung für Wohlfahrt
    Eine zentrale Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit und Attraktivität unseres Kantons sind qualitativ hochstehende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich befürworte deshalb eine leistungsorientierte Schule, welche die Kinder gezielt nach Begabungen fördert. Der Nivellierung des Bildungsniveaus nach unten werde ich mich entschieden widersetzen.
  4. Geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen besser
    Mit einer wettbewerbsfähigen und ökologisch verträglichen Wirtschaft lassen sich die Sozialwerke sichern und der Wohlstand gewährleisten. Die Rahmenbedingungen in den Bereichen Raumplanung, Kommunikation, Verkehr und Bildung sind deshalb laufend zugunsten der Wirtschaft zu verbessern. Ich unterstütze zudem vertretbare Steuersenkungen für natürliche und juristische Personen sowie wertschöpfungsintensive Innovationen.
  5. Die Herausforderungen im Tourismus anpacken
    Eine international wettbewerbsfähige und ökologisch verträgliche Tourismuswirtschaft bildet die Lebensgrundlage für einen grossen Teil der Bündner Bevölkerung. Die Stärkung der Qualität der Dienstleistungen und der touristischen Produkte sowie deren geschickte Vermarktung müssen ins Zentrum aller Anstrengungen gestellt werden.
  6. Dank innovativer Wasserkraftpolitik die Selbstbestimmung stärken
    Der Energiebedarf ist durch effiziente Massnahmen zu senken. Der verbleibende Restbedarf ist möglichst durch erneuerbare Energie zu decken. Mit der Wasserkraft verfügt Graubünden über einen zukunftsträchtigen Standortfaktor. Dieser generiert Einnahmen, die unsere Selbstbestimmung stärken. Ich unterstütze deshalb eine offensive, innovative und ehrgeizige Wasserpolitik, welche die internationale Wettbewerbsfähigkeit gewährleistet. Die Gewässerhoheit ist bei der öffentlichen Hand zu belassen und Tendenzen zur Privatisierung des Wassers sind entschieden abzulehnen.
  7. Für eine selbstbewusste (Berg-)Landwirtschaft
    Ich unterstütze Strukturreformen in der Landwirtschaft mit dem Ziel, die Existenzfähigkeit der Berglandwirtschaft zu stärken. Der Bündner Landwirtschaft muss ihre herausragende Bedeutung sichtbar machen, die sie bei Erhaltung des Landschaftsbildes und bei der Versorgung der einheimischen Bevölkerung und der Gäste mit Produkten des täglichen Bedarfs hat.
  8. Die Strukturen den veränderten Realitäten anpassen
    Nur starke Gemeinwesen können die künftigen Herausforderungen bewältigen. Ich fordere und unterstütze deshalb Gemeindezusammenschlüsse als Basis für einen starken Kanton. Die staatlichen Strukturen sind effizient zu gestalten und laufend den veränderten Bedürfnissen anzupassen. Eine Verwesentlichung staatlicher Strukturen ermöglicht den Einsatz zusätzlicher Mittel für die direkte Existenzsicherung. Kommunale und kantonale Regelungen sind nationalen Lösungen vorzuziehen.
  9. Erst dann Geld ausgeben, wenn man es hat und: "Mehr Netto vom Brutto"
    Ein verschuldeter Kanton ist ein schwacher Kanton. Ich setze mich deshalb für eine stabile Staatsquote und eine zurückhaltende Ausgabenpolitik ein. Aufgaben und Projekte dürfen nur bei vorgängiger Sicherstellung der Finanzierung bewilligt werden. "Mehr Netto vom Brutto" gilt auch bei uns. Günstige steuerliche Rahmenbedingungen für natürliche Personen, insbesondere Familien und Unternehmungen sind für mich deshalb ein Muss.
  10. Sprache und Kultur pflegen aber auch weiterentwickeln
    Sprache und Traditionen sind identitätsstiftend. Ich setze mich deshalb für den Erhalt und die Förderung unserer drei Kantonssprachen ein. Auch die Pflege der eigenen Traditionen ist für mich wichtig. Dabei muss aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit Veränderungen Raum haben. Dabei entstehen nämlich immer wieder interessante Entwicklungen. Nur so bleiben Traditionen überlebensfähig.